Bürger-für-Bürger-Energie e.G.
regenerativ ○ dezentral ○ selbstbestimmt

Sonne

Die Sonne steht kostenlos zur Verfügung und ist quasi unerschöpflich. Die Sonnenenergie ist dezentral nutzbar, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität, weil die Sonne nicht immer scheint. Die Nutzung ist CO2-frei, bei der Herstellung hängt es vom Hersteller und dem Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz ab, wie viel CO2 anfällt. Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass spätestens nach zwei Jahren eine ausgeglichene Bilanz erreicht wird. Die ursprünglich relativ hohen Anschaffungskosten sind in den vergangenen Jahren insbesondere bei der Photovoltaik rapide gefallen.


Photovoltaik

Bei der Nutzung der Solarenergie wird grundsätzlich zwischen einer thermischen (Solarthermie) und einer elektrischen (Photovoltaik) Nutzung unterschieden.

Solarthermie

Bei der Solarthermie wird die Wärmestrahlung der Sonne über Kollektoren auf ein frostsicheres Wärmeträgermedium übertragen. Über einen Wärmetauscher wird dann das Warmwasser oder das Heizungswasser erwärmt. Hierzu ist eine elektrisch betriebene Umwälzpumpe notwendig, so dass es von der Stromerzeugung abhängig ist, ob CO2 in geringen Maßen anfällt.

Sinnvolle Nutzung in unserer Region ist vor allem die Warmwasserbereitung und eingeschränkt die Heizungsunterstützung. Wer einen beheizten Pool besitzt, sollte unbedingt über eine Solarerwärmung nachdenken, da hier die Wärme üblicherweise bei gutem Wetter benötigt wird. Förderungen werden von der Regierung in Form direkter Investitionskostenzuschüsse und zinsgünstiger Kredite gewährt. Der Hauptvorteil liegt jedoch in den gesparten Brennstoffkosten.

Photovoltaik

PV-Anlagen sind mittlerweile auf Freiflächenanlagen und Hausdächern allgemein bekannt und bestehen aus Solarmodulen und einer Einrichtung zur Stromwandlung ins Wechselstromnetz. Die Solarmodule sollten möglichst nach Süden ausgerichtet sein. Dabei ist zu beachten, dass sie weitgehend verschattungsfrei installiert sind.

Bei der Photovoltaik werden durch die Lichtwellen der Sonne Elektronen angeregt und es entsteht direkt elektrischer Gleichstrom. Da unsere Haushaltsgeräte üblicherweise mit Wechselstrom betrieben werden, muss der Gleichstrom im Wechselrichter umgewandelt und die Spannung auf 230 V transformiert werden.

Der Strom wird dann entweder direkt selber verbraucht, oder in das öffentliche Netz eingespeist. Als Förderung hat die Regierung das so genannte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen. Hierbei wird dem Betreiber einer Photovoltaik Anlage über einen Zeitraum von 20 Jahren (ab Inbetriebnahme) ein fester Vergütungssatz zugesichert. Die Vergütung wird von dem jeweiligen Netzbetreiber entrichtet. Weil derzeit noch die Vergütungssätze über den Kosten einer konventionellen Erzeugung liegen, können die Stromversorger die Differenzkosten auf die allgemeinen Stromkosten umlegen. Stromintensive Unternehmen können sich von dieser Umlage befreien lassen, was zu einer deutlichen Anhebung der EEG-Vergütung auf circa 3,5 Cent/kWh geführt hat.

Da die Vergütungssätze mittlerweile aber unter die Stromtarife gefallen sind, wird eine Eigennutzung des Stroms immer attraktiver. Und insbesondere bei privaten Häusern ist absehbar, dass eine Speicherung des Stroms rentabel und sinnvoll wird.

(Stand: Mai 2012)